15/10/2026 0 Kommentare
Wandbild zu Ehren von Bernhard Lichtenberg
Wandbild zu Ehren von Bernhard Lichtenberg
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Wandbild zu Ehren von Bernhard Lichtenberg
Unweit der Gedenkkirche Maria Regina Martyrum wurde am 8.10.2026 ein Wandbild zu Ehren von Bernhard Lichtenberg feierlich eingeweiht. Lichtenberg war von 1913 bis 1930 Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde Herz Jesu in Charlottenburg. Er wurde 1996 im Berliner Olympiastadion durch Papst Johannes Paul II. selig gesprochen. Er gilt als einer der Märtyrer von Berlin.
Das Bild zeigt das vom Künstler Dima Korma gestaltete Wandbild an der Fassade des Mietshauses Delpzeile 4 Ecke Bernhard-Lichtenberg-Strasse in Berlin-Charlottenburg mit dem Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde Märtyrer von Berlin Msgr. Dr. Hansjörg Günther und dem Leiter des Kardinal-Bengsch-Zentrums Christopher Scholz, der auch das Bernhard-Lichtenberg-Haus neben der Pfarrkirche Herz Jesu in Alt-Lietzow leitet.
In einer Pressemitteilung der Stiftung Berliner Leben vom 24.9.2026, die in Kooperation mit der Gedenkstätte Deutscher Widerstand und mit Unterstützung der Botschaft des Staates Israel und der Gewobag AG das außergewöhnliche Kunstprojekt präsentierte, heißt es: „Der 1899 zum Priester geweihte Bernhard Lichtenberg ist mehr als vierzig Jahre in der Berliner Seelsorge tätig und wirkt zuletzt als Dompropst an der Bischofskirche St. Hedwig in Berlin. In der Weimarer Republik ist er Bezirksverordneter für die katholische Zentrumspartei in Berlin-Charlottenburg und gehört dem Friedensbund Deutscher Katholiken sowie der Arbeitsgemeinschaft der Konfessionen für den Frieden an. 1933 durchsuchten die Nationalsozialisten erstmals seine Wohnung. Als konsequenter Gegner des NS-Regimes wird Lichtenberg seit 1935 zu einem Vertrauten des neuen Berliner Bischofs Konrad Graf von Preysing. 1941 protestiert er in einem Brief an den Reichsärzteführer Conti entschlossen gegen Krankenmorde. Die Gestapo, die Lichtenbergs mutiges Eintreten für Häftlinge und Juden überwacht, nimmt ihn nach einer Denunziation am 23. Oktober 1941 fest. 1942 wird er…verurteilt und...in das KZ Dachau überstellt. Der schwerkranke Priester stirbt 1943 in Hof/Saale auf dem Transport in das Lager.“
Bereits 2025 war ebenfalls unter großer Anteilnahme der Zivilgesellschaft ein großflächiges Wandbild zu Ehren der NS-Widerstandskämpferin Maria Terwiel am Wohnhaus in der Schwambzeile 7 in der Paul-Hertz-Siedlung im Norden von Berlin-Charlottenburg angebracht worden. Sie gilt als eine der Märtyrerinnen von Berlin. Ihr zu Ehren wird am 25.11.2026 das nächste Treffen der Lektorinnen und Lektoren und Gottesdienstbeauftragten unserer Pfarrei mit einer Lesung zu ihrer Biografie beginnen.
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